Dirk Lutz Köhnemann und Mariam Kaddouri
ich

sorgen dafür, dass es bei unseren kleinen und großen Patienten schnell wieder aufwärtsgeht.

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Fundierte Ausbildung von Anfang an.

Krankenpflegeschule

Die Krankenpflegeschule ist dem Sana Krankenhaus Gerresheim angeschlossen, und seit Eröffnung des Krankenhauses im Jahre 1970 ist die Krankenpflegeausbildung ein fester und wichtiger Bestandteil der Kliniken.

Die Schule hat sich immer an den Neu- und Weiterentwicklungen in der Pflege und der Medizin orientiert. Die Qualität der Ausbildung war und ist das Messinstrument in der Pflege. Die Krankenpflegeschule verfügt über 60 Ausbildungsplätze.

Wir stellen Ihnen jedes Jahr zum 1. August 20 Ausbildungsplätze im Beruf der Gesundheits- und Krankenpflegerin/Gesundheits- und Krankenpflegers zur Verfügung.

Der theoretische Unterricht findet im Verbund zusammen mit dem Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf, dem Bethesda Krankenhaus Duisburg, dem Johanniter Krankenhaus Duisburg- Rheinhausen und der Kaiserswerther Diakonie Düsseldorf in der  Kooperationsgemeinschaft der Schulen für Gesundheits- undKrankenpflege / Gesundheits- und Kinderkrankenpflege auf dem Gelände der Kaiserswerther Diakonie statt.

Die Klassen setzen sich aus 150 Schülern von mehreren Kooperationspartnern zusammen. Der Unterricht findet im Blocksystem statt. Die Dauer eines Unterrichtsblockes liegt zwischen 4 und 6 Wochen.

Die praktische Umsetzung des Erlernten erfolgt parallel zur theoretischen Ausbildung in den Fachabteilungen und verschiedenen Funktionsbereichen der Sana Kliniken und Seniorenzentren, Krankenhaus Gerresheim, Krankenhaus Benrath, Seniorenzentrum Gallberg und Seniorenzentrum Benrath, sowie anderer Einrichtungen im Gesundheitswesen.

Chancen geben.

Gesundheits- und Krankenpflege

Für junge Menschen, die vor der Berufswahl stehen, stellen sich viele Fragen. Neben persönlichen Neigungen und Wunschvorstellungen sind die Zukunftschancen im angestrebten Beruf von großer Bedeutung. Wer möchte schon einen Beruf haben, den es infolge wirtschaftlicher und technischer Entwicklungen in einigen Jahren nicht mehr gibt.
 
Die Krankenpflege hat, wie kaum ein anderer Beruf, in den letzten 3 Jahrzehnten einen großen Wandel vollzogen. Bedingt durch die rasante Weiterentwicklung in Medizin und Technik und hierdurch bedingter neuer Diagnostik- Behandlungs- und Pflegemethoden erhöhten sich die Anforderungen der Berufstätigen und eröffneten neue Berufsfelder.
 

In den nächsten Jahren wird der Bedarf an ausgebildeten Pflegefachkräften durch den demografischen Wandel noch deutlich steigen, sodass die Beschäftigungschancen nach der Ausbildung derzeit so gut sind, wie in kaum einem anderen Beruf.

Der Arbeitsort ist noch überwiegend das Krankenhaus. Mit etwa 500.000 Mitarbeitern ist der Pflegedienst dort die zahlenmäßig stärkste Berufsgruppe. Die wichtigste Bezugsperson für den Patient ist die Gesundheits- und Krankenpflegerin und der Gesundheits- und Krankenpfleger.  Ich hoffe, dass wir Ihnen im Verlauf der Homepage  Ausbildung von A bis Z alle wichtigen Fragen beantworten können. Sollten Sie aber noch weitere Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne jederzeit in den Geschäftszeiten, per E-Mail, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch zur Verfügung. Wir bedanken uns für Ihr Interesse und freuen uns, Sie vielleicht bald in unserer Schule begrüßen zu dürfen.

Ausbildung von A-Z

Die Ausbildung endet mit praktischen, schriftlichen und mündlichen Prüfungen. Jede Teilprüfung wird benotet. Diese drei Noten befinden sich auf dem Prüfungszeugnis. Das Prüfungszeugnis wird mit einer Urkunde ausgehändigt, auf der die geschützte Berufsbezeichnung „Gesundheits- und Krankenpflegerin“ bzw. „Gesundheits- und Krankenpfleger“ bescheinigt wird. Bei Nichtbestehen einer oder mehrerer Teilprüfungen können diese jeweils einmal wiederholt werden.

Auszubildende in der Krankenpflege haben die gleichen Arbeitszeiten wie alle anderen Beschäftigten im Pflegedienst. Die Wochenarbeitszeit beträgt derzeit 38,5 Stunden bei einer 5-Tage-Woche.

Ab dem zweiten Ausbildungsjahr werden Auszubildende für einen Zeitraum von insgesamt 80 - 120 Stunden im Nachtdienst eingeplant. Im Dienstplan ihres jeweiligen Einsatzortes wird festgelegt, an welchen Tagen Sie arbeiten und wann Sie dienstfrei haben. Wie Sie sich denken können, müssen auch die Auszubildenden an Wochenenden und an Feiertagen arbeiten. Es kann auch vorkommen, dass Dienste kurzfristig getauscht werden müssen. Für Jugendliche, die noch keine 18 Jahre alt sind, gelten einige Sonderregelungen, die im Jugendarbeitsschutzgesetz festgelegt sind.

Die Pflegekraft ist eigenverantwortlich zuständig für folgende Aufgaben:

  • Erhebung und Feststellung des Pflegebedarfs, Planung, Organisation, Durchführung und Dokumentation der Pflege
  • Evaluation der Pflege, Sicherung und Entwicklung der Qualität der Pflege
  • Beratung, Anleitung und Unterstützung von zu pflegenden Menschen und ihrer Bezugspersonen in der individuellen Auseinandersetzung mit Gesundheit und Krankheit
  • Einleitung lebenserhaltender Sofortmaßnahmen bis zum Eintreffen des Arztes
  • Hilfe zur Erhaltung und Aktivierung der eigenständigen Lebensführung

Die Pflegekraft muss folgende Aufgaben im Rahmen der Mitwirkung ausführen:

  • Eigenständige Durchführung ärztlich veranlasster Maßnahmen
  • Maßnahmen der medizinischen Diagnostik, Therapie und Rehabilitation
  • Maßnahmen in Krisen- und Katastrophensituationen

Außerdem

  • Interdisziplinär mit anderen Berufsgruppen zusammen arbeiten und dabei multidisziplinäre und berufsübergreifende Lösungen von Gesundheitsproblemen entwickeln

Die Ausbildung dauert, unabhängig vom Zeitpunkt der Prüfung, 3 Jahre. Sie endet mit dem Ablauf der Ausbildungszeit. Sie kann sich verlängern, wenn z.B. die gesetzlich vorgeschriebenen Fehlzeiten überschritten werden oder eine oder mehrere Teilprüfungen nicht bestanden und wiederholt werden müssen.

Die Ausbildung ist strukturiert in einem Wechsel zwischen theoretischen und praktischen Ausbildungsblöcken. Sie beginnt mit einem Einführungsblock von 5 Wochen. Während dieser Zeit sind die Schüler und Schülerinnen ausschließlich in der Krankenpflegeschule der Kooperationsgemeinschaft in Düsseldorf  Kaiserswerth. In dieser Zeit werden die ersten Grundlagen in Theorie und Praxis vermittelt. Danach wechseln sich praktische Einsatzzeiten und Theorieblöcke nach einem festgelegten Ausbildungsplan ab, der ihnen zu Beginn der Ausbildung vorgelegt wird.

In den beiden ersten Ausbildungsjahren werden in der integrativen Phase Gesundheits- und Krankenpfleger/-pflegerinnen zusammen mit Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-pflegerinnen unterrichtet. Im dritten Ausbildungsjahr werden in der Differenzierungsphase diese beiden Ausbildungsberufe getrennt unterrichtet.

Mit der Einstellung schließen Sie einen Ausbildungsvertrag mit den Sana Kliniken Düsseldorf. Er enthält Angaben über Beginn und Dauer der Ausbildung, Arbeitszeiten, Probezeit, Ausbildungsvergütung, Urlaub u. a. m.

Die Ausbildungsvergütung ist im Bundesangestelltentarifvertrag (TVöD) geregelt. Die Vergütung ist abhängig von den Verhandlungsergebnissen der regelmäßig stattfindenden Tarifverhandlungen.

Für konkrete Auskünfte zur aktuellen Vergütung können Sie sich gerne per E-Mail oder telefonisch an uns wenden.

Neben den Lernzielkontrollen in der Theorie werden auch in der Praxis Einschätzungen Ihrer Leistungen vorgenommen. Nach jedem praktischen Einsatz erfolgt ein abschließendes Beurteilungsgespräch.

Ausbildungsbeginn ist der 1. August jeden Jahres. Bewerbungen können jederzeit erfolgen.

Zur Bewerbung erwarten wir folgende Unterlagen:

  1. Bewerbungsschreiben
  2. lückenloser tabellarischer Lebenslauf mit Lichtbild
  3. Kopie des letzten aktuellen Schulzeugnisses
  4. ggf. weitere Unterlagen zu Belegung der Daten aus dem Lebenslauf

Nach positiver Prüfung der Unterlagen laden wir zu einem Vorstellungsgespräch ein. In diesem Zusammenhang erfolgt ein kurzes Testat, wodurch wir eine zusätzliche Beurteilungsgrundlage zur Berufseignung erhalten möchten. Die Entscheidung zur Übernahme in die Ausbildung erfolgt nach dem Vorstellungstermin in einem Zeitraum von etwa 14 Tagen. Ihre Bewerbung richten Sie bitte an:

Krankenpflegeschule
Sana Kliniken Düsseldorf
Gräulinger Str. 120
40625 Düsseldorf

Auch Bewerbungen per E-Mail sind möglich.

Für die Ausbildung werden eine Reihe von Fachbüchern benötigt. Direkt zu Beginn der Ausbildung empfehlen wir die geeigneten Lehrbücher. Darüber hinaus hält die Krankenpflegeschule eine Präsenzbibliothek vor.

Während der Ausbildung dürfen bestimmte, vom Gesetzgeber vorgegebene, Fehlzeiten nicht überschritten werden. Nicht angerechnet werden Unterbrechungen durch Urlaub.

Angerechnet werden Fehlzeiten durch Krankheit oder andere, von der Schülerin oder dem Schüler zu vertretenden Gründen bis zu 10% der Stunden des theoretischen Unterrichtes sowie bis zu 10% der Stunden der praktischen Ausbildung. Unterbrechungen wegen Schwangerschaft dürfen eine Gesamtdauer von 14 Wochen, inklusive Krankheit, nicht überschreiten.

Bei Überschreitung der Fehlzeiten muss die Ausbildung verlängert werden.

Gesundheitliche Eignung ist die Voraussetzung für den Beruf der Gesundheits- und Krankenpflegerin, des Gesundheits- und Krankenpflegers. Der Nachweis der gesundheitlichen Eignung kann durch eine amtsärztliche Untersuchung erbracht werden oder vor Ausbildungsbeginn durch unseren betriebsärztlichen Dienst erfolgen.

Im Verlauf der Einsätze in den verschiedenen Abteilungen des Krankenhauses und anderer Einrichtungen des Gesundheitswesens während der Ausbildung erkennen die Schüler und Schülerinnen meist schon ihre Neigungen für einen bestimmten Arbeitsbereich und haben konkrete Vorstellungen für die Zeit nach der Abschlussprüfung. Als Gesundheits- und Krankenpflegerin oder Gesundheits- und Krankenpfleger können sie in den verschiedenen stationären Einrichtungen eines Krankenhauses oder im ambulanten Pflegedienst arbeiten und ihre theoretischen und praktischen Kenntnisse vertiefen.

Für eine Weiterqualifizierung stehen Ihnen unterschiedliche Möglichkeiten offen:

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, z.B.:

  • Fachpflege für Anästhesie und Intensivmedizin
  • Endoskopiedienst
  • Pflegerische Leitung einer Pflegeeinheit, Station
  • Praxisanleitung, Mentoren, Tutoren
  • Fachpflege für Psychiatrie
  • Hygienefachkraft
  • Stomatherapie und Wundmanagement

Studium:

In der Bundesrepublik gibt es inzwischen an vielen Fachhochschulen pflegeorientierte Studiengänge. Diese lassen sich grob in folgende Studiengänge einteilen:

  • Pflege- und Gesundheitswissenschaft
  • Medizin- und Pflegepädagogik
  • Lehramt Pflegewissenschaft
  • Pflegemanagement

Die Krankenpflegeausbildung ist in Deutschland durch das Krankenpflegegesetz und die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung geregelt. Hier sind die Rahmenbedingungen für die Ausbildung in Theorie und Praxis sowie der Prüfungen festgelegt. Die letzte Erneuerung des Gesetzes stammt vom 16.07.2003 und trat am 01.01.2004 in Kraft.

Ob Sie die Ausbildung in NRW oder Bayern absolvieren, ob der Träger öffentlich, kirchlich, privatwirtschaftlich oder gemeinnützig ist oder ob das Krankenhaus 2000 oder nur 300 Betten hat, entscheidend ist, dass das Krankenhaus und die angeschlossene Krankenpflegeschule die staatliche Genehmigung zur Ausbildung haben.

Im Verlauf der dreijährigen Ausbildung erfolgen regelmäßig Wissensüberprüfungen durch Klausuren und mündliche Prüfungen. Neben den praktischen Beurteilungen sind diese Leistungsüberprüfungen Grundlage zur Anmeldung für die Abschlussprüfung vor der staatlichen Prüfungskommission.

Die Sana Kliniken Düsseldorf GmbH verfügen durch ihre beiden Krankenhäuser in Gerresheim und Benrath und den beiden Seniorenzentren über fast alle Fachdisziplinen, die zur praktischen Ausbildung notwendig sind, wie Innere Medizin, Chirurgie, Gynäkologie, Geburtshilfe, Geriatrie, Neurologie und Ambulanzen. Ergänzt werden diese Pflichteinsätze durch einen praktischen Einsatz in der Intensivmedizin. Die Einsätze werden bevorzugt im Krankenhaus Gerresheim geplant.

Der Einsatz in der häuslichen Pflege erfolgt in Ambulanten Pflegediensten freier Träger in Düsseldorf, mit denen unsere Krankenpflegeschule Kooperationsverträge hat.

Der praktische Einsatz in der Psychiatrie erfolgt in den LVR Kliniken Düsseldorf Grafenberg.

Die praktische Ausbildung umfasst mindestens 2500 Stunden und erfolgt durch geschultes Pflegepersonal auf den Stationen.Die einzelnen praktischen Einsätze dauern zwischen 5-9 Wochen.

Die Praxisanleitung findet durch ausgebildete Praxisanleiter in dem jeweiligen Einsatzgebiet statt. Diese Mitarbeiter/innen des Pflegedienstes arbeiten eng mit der Krankenpflegeschule zusammen und sind auch an praktischen Abschlussprüfungen beteiligt.

  • Gesundheitliche Eignung für den Beruf
  • Realschulabschluss oder eine andere gleichwertige, abgeschlossene Schulbildung
  • Hauptschulabschluss in Verbindung mit einer bereits abgeschlossenen Berufsausbildung oder einer Ausbildung in der Krankenpflegeassistenz

Darüber hinaus legen wir Wert auf ein insgesamt mindestens befriedigendes Abschlusszeugnis (vor allem in den Fächern Deutsch, Mathematik, Biologie, Chemie).

Die Probezeit beträgt ein halbes Jahr. In dieser Zeit haben sie zwei praktische Einsätze sowie verschiedene theoretische Leistungsüberprüfungen zu absolvieren.

Das Bestehen der Probezeit ist abhängig von den erbrachten theoretischen Leistungen sowie den Beurteilungen der praktischen Einsatzorte.

Während der Ausbildung werden Seminare angeboten zu folgenden Themen: „Umgang mit Schwerstkranken und Sterbenden“ und „Burnout-Syndrom“.

Das Burnout-Seminar wird am Ende des zweiten Ausbildungsjahres im Rahmen einer einwöchigen Kursfahrt durchgeführt.

Seit 2011 besteht eine Kooperation mit der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf. In dem Studiengang BA Gesundheit und Pflege können sie in vier Jahren einen regulären Berufsabschluss als Gesundheits- und Krankenpfleger/-pflegerin und gleichzeitig einen Bachelor-Abschluss in Pflege und Gesundheit erwerben. Es ist möglich, den praktischen Teil dieses Studiengangs in den Sana Kliniken in Düsseldorf zu absolvieren.

weitere Informationen zum Studium

Die theoretische Ausbildung umfasst rund 2300 Unterrichtsstunden und orientiert sich an einem offenen fächerintegrativen Curriculum. Der Unterricht findet im Blocksystem statt. Die Unterrichtsblöcke dauern zwischen 4 und 6 Wochen.

Grundsätzlich besteht keine Verpflichtung der Sana Kliniken zur Übernahme in ein festes Anstellungsverhältnis. Der Arbeitgeber ist jedoch sehr daran interessiert, freie Stellen mit Pflegekräften aus der eigenen Krankenpflegeschule zu besetzen.

Für unsere Auszubildenden stellen wir auf Wunsch Wohnmöglichkeiten im Personalwohnheim auf dem Klinikgelände des Gerresheimer Krankenhauses zur Verfügung.

 

Der Urlaub beträgt 28 Arbeitstage pro Ausbildungsjahr. Die Urlaubszeiten werden vorgegeben und finden außerhalb der allgemeinen Ferienzeiten statt.

 

  • Gesundheitliche Eignung für den Beruf
  • Realschulabschluss oder eine andere gleichwertige, abgeschlossene Schulbildung
  • Hauptschulabschluss in Verbindung mit einer bereits abgeschlossenen Berufsausbildung oder einer Ausbildung in der Krankenpflegeassistenz

Darüber hinaus legen wir Wert auf ein insgesamt mindestens befriedigendes Abschlusszeugnis (vor allem in den Fächern Deutsch, Mathematik, Biologie, Chemie).

Chancen nutzen.

Erfahrungsbericht

Mein Name ist Philipp Bergmann und ich bin seit August 2012 als Gesundheits- und Krankenpflegeschüler im Sana Krankenhaus Gerresheim angestellt.

Warum ich die Ausbildung erst mit meinem relativ hohen Alter von 25 begonnen habe, lässt sich leicht erklären. Als sich meine Schullaufbahn im Jahr 2004 auf ihr Ende zu bewegte, stellte ich mir die gleichen Fragen wie alle Jugendlichen in diesem Alter: „Was will ich eigentlich aus meinem Leben machen?“

Nach unzähligen Gesprächen mit meinen Eltern, Lehrern und Beratern habe ich den Weg des Einzelhandelskaufmanns gewählt, meine Ausbildung als Möbelverkäufer begonnen und letztendlich auch gut abgeschlossen denn die Arbeit hat mir großen Spaß bereitet und ich genoss es, mit Menschen zu arbeiten. Als ich den Zivildienst antreten musste, bewarb ich mich und ein Telefonat und ein Gespräch später stand es auch fest: Ich arbeite 9 Monate auf einer Kinderneurologie.

Ohne zu wissen, was mich wirklich erwartet und wie ich das ganze schaffen soll, fing ich dort langsam an, mich in den Beruf des Krankenpflegers einzufinden. Das große Unbekannte wurde die große Leidenschaft, und ich bemerkte, dass das, was mir an meinem vorherigen Beruf gefiel, nicht die Arbeit an sich war, sondern vielmehr die Arbeit mit Menschen.

Nach meinem Zivildienst ging ich wieder zurück in meinen ursprünglichen Beruf und obwohl mir die Arbeit Spaß machte, fehlte etwas. Etwas, dass ich während der neun Monate zuvor nicht vermisst hatte. Ich hatte öfter mit dem Gedanken gespielt, die Branche zu wechseln, hatte es aber nicht getan, aufgrund von Gehaltseinbußen und - ganz ehrlich - noch mal drei Jahre Schule?

Seitdem ist viel Zeit vergangen und es hat sich einiges verändert. Nach langen Überlegungen habe ich mich doch dazu entschlossen, die Branche komplett zu wechseln und in der Pflege zu arbeiten. Die Arbeit am Menschen, unzählige Weiterbildungsmöglichkeiten und ein bombensicherer Beruf mit Zukunft haben mich schlussendlich überzeugt und ich bereue diesen Schritt in keiner Weise.

Die Ausbildung ist aufgeteilt in Schulblöcke und Praxiseinsätze.

Im ersten Jahr der Ausbildung lernt mal viel Theorie in der Schule, aber die Zusammenhänge, welche sich mit der Zeit ergeben, und der Erfolg, der sich einstellt, wenn man sein Wissen in der Praxis nutzen kann, motivieren ungemein und machen Lust auf mehr.

Die Praxiseinsätze erfolgen sowohl im Gerresheimer und Benrather Krankenhaus, sowie jeweils ein Einsatz in einem Seniorenzentrum, einem ambulanten Pflegedienst und in einer psychiatrischen Einrichtung.

Während der Praxiseinsätze auf den verschiedenen Stationen des Krankenhauses wird man mit allen pflegerischen Maßnahmen, denen man im Laufe des Berufslebens begegnet, vertraut gemacht. Sei es, die morgendliche Hilfestellung bei der Grundpflege, das Anlegen eines Verbandes, die Vorbereitungen für eine Operation, oder das sagenumwobene Spritzen von Medikamenten. Diese Vorgängen werden einem nicht nur theoretisch gezeigt, sondern man darf natürlich auch selbst Hand anlegen und kann dadurch sein Wissen und Können unter Beweis stellen.

Bei Unsicherheiten, die natürlich jeder Schüler hat, kann man jederzeit einer examinierten Pflegekraft eine Frage stellen. Selbst wenn mal etwas unklar ist, habe ich auch nach dreimaligem Stellen derselben Frage keine patzige Antwort bekommen und bin mittlerweile selber in der Lage, Fragen zu beantworten, falls eine ausgebildete Pflegekraft keinen Rat wusste. Bei komplexen medizinischen Fragen, kann man auch den zuständigen Arzt fragen und bekommt meist sofort, oder, wenn die Zeit es nicht zulässt, zu einem späteren Zeitpunkt eine gute Erklärung.

Was bei der Ausbildung sehr wichtig ist, ist das selbständige Arbeiten. So habe ich nach kurzer Zeit bereits Pflegeplanungen und Dokumentationen geschrieben und durfte mich selbständig um Patienten kümmern. Dabei ist es wichtig, mit dem Patienten in den Kontakt zu treten, um zu erfahren, was ihn bewegt und ihm vielleicht auch Unbehagen verursacht. Wichtig ist außerdem die Krankenbeobachtung. Wie sieht er heute aus? Hat sich sein Zustand gebessert oder verschlechtert? Welche Veränderungen fallen mir sonst noch auf? Das sind Fragen, die mich immer begleiten, wenn ich in ein Patientenzimmer gehe. Ich habe auch sehr schnell gelernt, wie man z.B. hohes Fieber effektiv senken kann oder Menschen mit halbseitiger Lähmung trotzdem mobilisieren und ihnen Sicherheit vermitteln kann.

Es wird aber nicht nur Wert auf das Handwerk gelegt, sondern auch auf die soziale Komponente des Berufs. Dazu gehören Gesprächsführung, Empathie, Nähe und Distanz und ganz wichtig auch die eigene Art mit Trauer, Schmerz und Tod umzugehen. Mir und vielen Kollegen fällt es auch nicht immer leicht, vor allem, wenn man noch am selben Tag mit dem Patienten geredet hat. Aber natürlich gibt es nicht nur traurige Ereignisse. Viel häufiger sind Freude, Hoffnung und Dankbarkeit bei den Patienten zu sehen. Wenn man aufmerksam ist, merkt man, wie glücklich jemand sein kann, nur weil er es wieder alleine schafft, sich selbst zu waschen oder zu laufen. Die Freudentränen der Tochter, nachdem ihr Vater eine Operation hatte, welche sein Leben um 100% verbessert und er von nun an wieder anfangen kann, sein Leben eigenständig zu führen.

Auch nach der Ausbildung ist das Lernen noch lange nicht vorbei. Ständig werden bessere Methoden, neue Richtlinien und neue medizinische Produkte erfunden, die ständig den Alltag verändern und ihn so nie langweilig werden lassen.

Ja, für den Beruf des Krankenpflegers muss man geboren sein und man sollte Spaß haben, mit Menschen zu arbeiten. Ich persönlich habe in diesem Beruf meine Berufung gefunden und viele andere auch. Wer Wissbegierde und Hilfsbereitschaft mitbringt und einen Beruf sucht, bei dem er sich abends im Bett sicher sein kann, dass er die Welt, und sei es nur durch ein einzelnes Schicksal, ein klein wenig besser und lebenswerter gemacht hat, der ist in diesem Beruf definitiv richtig aufgehoben.

Kontakt

Krankenpflegeschule
Sana Kliniken Düsseldorf GmbH
Gräulinger Str. 120
40625 Düsseldorf
krankenpflegeschule-duesseldorf@sana.de

Jürgen Homrighausen
Schulleiter
Tel.: 0211-4093495
juergen.homrighausen@sana.de

Ingrid Jänig
Soziologin M.A.
Erziehungswissenschaftlerin
Tel.: 0211 2800-3282 / 0211 409-3135
ingrid.jaenig@sana.de

Marc Hohrath
Dipl. Pädagoge
Tel.: 0211 409-3026
marc.hohrath@sana.de

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